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Statement zum Interview mit Mephisto 97.6 „Wir sind nie Götzendiener der formalen Demokratie gewesen, das heißt nur: Wir unterscheiden stets den sozialen Kern von der politischen Form der bürgerlichen Demokratie, wir enthüllten stets den herben Kern der sozialen Ungleichheit und Unfreiheit unter der süßen Schale der formalen Gleichheit und Freiheit – nicht um diese zu verwerfen, sondern um die Arbeiterklasse dazu anzustacheln, sich nicht mit der Schale zu begnügen, vielmehr die politische Macht zu erobern, um sie mit neuem sozialen Inhalt zu füllen. Es ist die historische Aufgabe des Proletariats, wenn es zur Macht gelangt, an Stelle der bürgerlichen Demokratie sozialistische Demokratie zu schaffen, nicht jegliche Demokratie abzuschaffen. […] Sozialistische Demokratie beginnt zugleich mit dem Abbau der Klassenherrschaft und dem Aufbau des Sozialismus. Sie beginnt mit dem Moment der Machteroberung durch die sozialistische Partei. Sie ist nichts anderes als die Diktatur des Proletariats.
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Neuigkeiten zur Gedenktafel von Walter Ulbrichts Geburtshaus! Vor wenigen Tagen überließ uns ein Genosse dankenswerterweise ein Buch, in dem u.a. die Geschichte der Tafel beleuchtet wird: In "Lotte und Walter - Die Ulbrichts in Selbstzeugnissen Briefen und Dokumenten" wird berichtet, dass am Geburtshaus Walter Ulbrichts zwischen 1958 - 1994 insgesamt 3 verschiedene Tafeln angebracht waren. Die erste, welche fotografisch nicht mehr nachweisbar ist, wurde 1958 anlässlich seines 65. Geburstages angebracht. 5 Jahre später, anlässlich seines 70. Geburstages, wurde diese durch die Tafel ersetzt, die wir aktuell verwahren. Auf ihr wird neben seiner führenden Rolle im Aufbau der KPD, des Sozialismus und der Förderung der Jugend ab 1963 auch seine Funktion als 1. Sekretär des ZK der SED geehrt. Am 30. Juni 1969 wurde diese Tafel wiederum ersetzt durch eine prunkvollere, die zusätzlich seine Rolle als Vorsitzender des Staatsrates der DDR ehrte. Nach der Konterrevolution s

Interview und Vorstellung bei Radio Corax

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Bereits kurz nach der Veröffentlichung unserer Website hatten wir am 13.09.2022 die Möglichkeit das Projekt im Morgenprogramm von Radio Corax vorzustellen. Zu den Hintergründen, Zielen und Vorhaben des Projektes könnt ihr das Interview unter diesem Link nachhören: https://radiocorax.de/rotes-leipzig-versucht-die-gedenkkultur-auszubauen/  Hier auch nochmal ein Dank an Radio Corax für die Einladung!  
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Gerade mal zwei Tage ist das Rote Leipzig jetzt alt, da erhalten wir schon sehr viele nette Grüße und Glückwünsche. Auch die ersten Hinweise zu Personen und Denkmälern gehen nach und nach bei uns ein. Doch heute Mittag dann eine besondere Nachricht: "Ich hab da was, das euch interssieren könnte." Wir staunten nicht schlecht als wir zu der Person fuhren und er dort dieses Relikt aus seinem Keller präsentierte - Es war die 39 Kilo schwere, steinerne Gedenktafel, die zu DDR Zeiten am Geburtshaus von Walter Ulbricht angebracht war. Offenbar von Kollegen auf der Baustelle bei Renovierung des Hauses als unbrauchbar erachtet, durch viele Hände und einen Trödelhändler zu diesem Herren in den Keller. Wir waren sichtlich beeindruckt und ziemlich perplex. Zum krönenden Abschluss schenkte der Herr uns diese wichtige und historisch bedeutsame Tafel. An dieser Stelle noch einmal ein riesengroßes Dankeschön an den Spender!  
Herzlich Willkommen! Am heutigen Tag wollen wir mit dem Projekt „Rotes Leipzig“ in die Öffentlichkeit gehen. Etwa ein Jahr trugen wir Informationen über Wirk-, Gedenk- und Erinnerungsstätten der revolutionären Arbeiterbewegung Leipzigs und ihrer herausragenden Persönlichkeiten zusammen und arbeiteten an einer Kartierung derer. Damit wollen wir einen Beitrag zu einer antifaschistischen und revolutionären Erinnerungskultur leisten und laden euch ein, die lebendige Geschichte des einstmals roten Leipzigs zu entdecken und sie sich wieder anzueignen. Denn nur wer seine Geschichte kennt, kann im hier und heute die richtigen Lehren für aktuelle Kämpfe ziehen. Auf unserer Seite findet ihr eine Karte , in der unter 3 verschiedenen Kategorien ehemals bedeutende Versammlungsstätten, Wohnorte von Antifaschisten, Kommunisten und Sozialdemokraten, Stätten von Kämpfen und Auseinandersetzungen mit Reaktionären, Grabstätten revolutionärer Arbeiter und Soldaten, Gedenktafeln und vieles mehr verzeichnet